Am 20.05.2026 um 07:30 Uhr folgte Unternehmer und Wirtschaftssenator Marco Scherbaum der Einladung zu einem Arbeitsgespräch zwischen Wirtschaft und Politik im Deutschen Bundestag in Berlin.
In einer Zeit schwachen Wirtschaftswachstums, steigender Kosten, wachsender Regulierung und geopolitischer Unsicherheiten standen arbeits- und sozialrechtliche Themen sowie wirtschaftspolitische Perspektiven im Mittelpunkt des Austauschs. Diskutiert wurde, wie Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen, Investitionen fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig stärken kann.
Marco Scherbaum nutzte die Einladung, um seine Sichtweise als Unternehmer mit konkreten Erfahrungen, Fakten und praxisnahen Lösungsansätzen einzubringen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Position lag auf der Weiterentwicklung der Sachbezugsregelung – jenem Bereich, dem auch die betriebliche Krankenversicherung (bKV) zugeordnet ist.
Bereits im Austausch mit dem Bundesministerium der Finanzen hatte Senator h.c. Scherbaum hierzu Anregungen und Initiativen eingebracht. Aus seiner Sicht benötigt die Sachbezugsregelung eine zeitgemäße Reform, die Vereinfachung, Planungssicherheit und echte Investitionsanreize miteinander verbindet.
Im Mittelpunkt seiner Forderungen stehen zwei wesentliche Reformansätze:
1. Einführung eines Freibetrags statt der bisherigen Freigrenze
Die bestehende Freigrenzenregelung führt häufig dazu, dass Arbeitgeberleistungen bei geringfügiger Überschreitung vollständig steuerlich belastet werden. Marco Scherbaum spricht sich daher für die Einführung eines Freibetrags aus. Dadurch könnten Arbeitgeber flexibler investieren und Arbeitnehmer stärker profitieren, ohne dass einzelne Leistungen unmittelbar in steuerliche Interessenkonflikte geraten.
2. Umstellung von einer monatlichen auf eine jährliche Betrachtung
Anstelle der derzeitigen monatlichen Zahlungsweise plädiert Marco Scherbaum für einen jährlichen Freibetrag. Dies würde Unternehmen deutlich mehr Gestaltungsspielraum geben, bürokratische Prozesse vereinfachen und moderne Arbeitgeberleistungen besser an betriebliche Realitäten anpassen.
Im Fokus stehen dabei insbesondere betriebliche Gesundheitskonzepte wie die betriebliche Krankenversicherung (bKV) sowie betriebliche Pflegelösungen. Nach Auffassung von Scherbaum brauchen diese Modelle einen attraktiven und verlässlichen Durchführungsweg sowie stärkere politische Anreize, damit Arbeitgeber verstärkt in die Gesundheit und Vorsorge ihrer Mitarbeiter investieren können.
Die Vorteile einer stärkeren Förderung betrieblicher Gesundheitsleistungen liegen aus seiner Sicht auf der Hand:
- Präventive Maßnahmen können langfristig Gesundheitskosten senken
- Die Leistungsfähigkeit und Produktivität von Arbeitnehmern wird gestärkt
- Das öffentliche Gesundheitssystem wird entlastet
- Arbeitgeber gewinnen an Attraktivität und Fachkräftebindung
- Der Wirtschaftsstandort Deutschland profitiert von einer gesünderen und leistungsfähigeren Gesellschaft
Gesundheit sollte nach Auffassung von Marco Scherbaum gerade in den aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine deutlich höhere Aufmerksamkeit erhalten. Eine moderne Sachbezugsreform könne hierfür den entscheidenden Impuls liefern – durch Bürokratieabbau, mehr Fairness und bessere Rahmenbedingungen für Arbeitgeberleistungen.
Das Arbeitsgespräch im Bundestag machte deutlich: Der konstruktive Dialog zwischen Wirtschaft und Politik auf Bundesebene bleibt entscheidend, um tragfähige Lösungen zu entwickeln, Investitionen zu fördern und Deutschland zukunftsfähig aufzustellen.






